Auditierungsdienstleistungen

1st Party Audit

1st Party Audit.
Die 1st Party Qualitätsaudits werden in Abhängigkeit von Ihrem Schwerpunkt bzw. der Zielsetzung in unterschiedliche Auditarten aufgeteilt. Es gibt Systemaudits, Prozessaudits, Verfahrensaudits sowie Produktaudits. Darüber hinaus können einzelne Bereiche des Unternehmen oder Abteilungen auditiert werden. Hierbei ist darauf zu achten, das nur die passende Auswahl einer Auditart dem Unternehmen einen Gewinn bringt. Ist z.B. das Qualitätsmanagement eines Unternehmens seit Jahren im Einsatz, sind Systemaudits auf Grund Ihrer generellen Themeninhalte weniger geeignet als Prozessaudits, die die Schnittstellen (intern und auch extern) des Unternehmens analysieren.

Systemaudit.
Das Systemaudit beurteilt die Wirksamkeit eines Mmanagementsystemes in Bezug auf die Unternehmenspolitik, übergeordneter Regelwerke sowie Ansprüchen von Steakholdern. Systemaudits werden in der Regel zur Ermittlung von Verbesserungspotentialen, Ermittlung von Schwachstellen und deren Beseitigung sowie die Ermittlung von Fehlerursachen und deren Beseitigung eingesetzt. Ziel ist hierbei die Informationsbereitstellung und Konformitätsüberprüfung für eine mögliche 3rd Party Zertifizierung.

Prozess- und Verfahrensaudit.
Ein Verfahrensaudit auditiert die Einhaltung oder Zweckmäßigkeit von Verfahren, das Prozessaudit beinhaltet die Untersuchung bestimmter Prozesse oder Arbeitsabläufe auf mögliche Schwachstellen. Die Prozesse, die in der Prozesslandkarte aufgezeigt sind, können nach Ihrer Wertigkeit (wertschöpfende Prozesse) oder anderer Kriterien untersucht werden.

Produktaudit.
Die Prüfung auf die Übereinstimmung der festgelegten Qualitätsanforderungen an ein Produkt (Merkmale) wird aus Sicht des Kunden durchgeführt, wobei wir als externer Auditor die Sicht Ihres Kunden verinnerlichen. Das Produktaudit untersucht darüber hinaus z.B. auch Methoden von Prüfungen (Sichtprüfung, quantitative (messende) bzw. qualifizierende (zählende) Prüfungen, Funktionsprüfungen, die Umgebung der Prüforte, Stichprobengröße und Stichprobenverfahren

 

2nd Party Audit

2nd Party Audits beinhaltet die Auditierung Ihrer Lieferanten. Sie unterscheiden sich nach den gleichen Kriterien wie 1st Party Audits im eigenem Unternehmen. Sie beauftragen uns, für Sie ein Audit bei Ihrem Lieferanten durchzuführen.
Die verschiedenen Lieferanten können in einem Benchmark mit anderen Lieferanten bewertet werden. Darüber hinaus verbessert sich die Zusammenarbeit zwischen Kunde und Lieferant. Die auditierte Organisation kann aus dem Audit wichtige Rückschlüsse auf ihr Managementsystem beziehen. Ebenso kann der Kunde gezielt auf Schwachstellen des Lieferanten hinweisen und Korrekturmassnahmen einfordern. Zusammenfassend ermöglich sich eine Einschätzung, ob der Lieferant den Anforderungen aus Qualität / Umwelt / Arbeitsschutz / Energiepolitik des Kunden entspricht.
Für den Teil des Produktaudits werden alle Unterlagen herangezogen, in denen Bestandteile der produktspezifischen Qualitätsanforderungen enthalten sind. Nur mit Hilfe dieser Unterlagen kann festgestellt werden, ob die eingesetzten Herstellungsverfahren des Lieferanten geeignet sind, die durch den Kunden festgelegten Qualitätsanforderungen zu erfüllen.
Ziele des Produktaudits ist darüber hinaus die Überprüfung der Produktqualität oder auch der Dienstleistungsqualität, wie z B. des Erkennen und Nachweisen von Schwankungen der Fertigungslage, die Sinnhaftigkeit durchgeführter Qualitätsprüfungen, die Ermittlung eines generellen Qualitätsniveaus der zu untersuchenden Produkte sowie die Feststellung der Fähigkeit der Prüfstelle.

3rd Party Audit

In der Praxis kann man drei Zertifizierungsgruppierungen vorfinden. Dies sind im einzelnen Zertifizierungen nach Produkten, nach Systemen und nach Personal. Wir bieten ausschliesslich Zertifizierungen von Systemen an, und zwar als 3rd Party Audit unter Federführung eines akkreditierten Zertifizieres. Grundlage hierzu ist unsererseits eine Zulassung als Leadauditor für den entsprechenden Branchenscope und gewünschten Norm. Der Ablauf einer Zertifizerung ist grob wie folgt aufgezeigt:

1. Vorinformation
Feststellung, ob Zertifzierer geeignet ist, Unternehmen zu zertifizieren.

2. Kennenlernphase:
 Wir arrangieren eine erste Zusammenkunft zwischen Zertifizierer, Auditor und Unternehmen.

3. Angebotserstellung/Vertragsabschluss:
Es wird zwische Kunde und Zertifizierungsstelle ein Vertrag geschlossen. In der Regel hat dieser Vertrag eine Laufzeit von 3 Jahren.

4. Unterlagenprüfung / Voraudit
Das Voraudit dient zur Aufdeckung von Schwachstellen bzw. dient der Überprüfung der Unterlagen. Hier wird die generelle Zertifizierungsfähigkeit des Unternehmens festgestellt. Ist dies positiv, kann Stufe 2, das Zertifizierungsaudit angegangen werden. Ansonsten muß das Voraudit wiederholt werden.

5. Zertifizierungsaudit
Das Zertifizierungsaudit ist ein Systemaudit. Umfang und Dauer dieses Audits werden von den Zertifizierungsgesellschadften bestimmt. Hierbei sind jedoch die Vorgaben der nationalen Akkreditierungstelle zu beachten. Der Auditor (Auditteam) erstellt einen Auditbericht. Hierbei können die Auditoren eine Empfehlung zur Zertifikatserteilung geben. Diese Entscheidung wird jedoch letztendlich von der Zertifizierungsstelle getroffen.

6. Überwachungsaudit
In jährlichen Abständen wird festgestellt, ob sich das QMS weiter entwickelt.

7. Wiederholungsaudit
Mit dem Wiederholungsaudit startet ein neuer Dreijahreszyklus

Compliance Audit

Die Untersuchung der Einhaltung von behördlichen und gesetzlichen Anforderungen wird Compliance-Audit genannt. Das Compliance-Audit im Qualitätsmanagement konzentriert sich an den behördlichen bzw. gesetzlichen Anforderungen an das Produkt oder an die Dienstleistung. Darüber hinaus werden die Anforderungen an den Umwelt-, Energie- und Arbeitssicherheitsbereich der Herstellung, Produktion und Infrastruktur des Unternehmens auditiert.

Das Compliance-Audit umfasst die Untersuchung, ob Vorgaben aus Gesetzen, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften, Genehmigungsbescheiden, Erlaubnissen und behördlichen Zulassungen, öffentlich-rechtlichen und privatwirtschaftlichen Verträgen eingehalten werden oder nicht.

Hierbei kann auch die Verbesserung der Unternehmensleistung im Focus der Betrachtung stehen. Hierzu werden Kennzahlen gebildet, die für das Unternehmen eine gewisse Relevanz haben. Danach kann eine Überprüfung der Zielerreichung, ein Vergleich mit anderen Unternehmen oder auch eine Wirksamkeitsbetrachtung von Massnahmen im Umwelt-, Energie- und Arbeitssicherheitsbereich durchgeführt werden.

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